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Der Befund der Woche - Ellenbogen

Die jährliche Inzidenz von Ellbogenluxationen beträgt etwa sieben Fälle pro 100.000 Einwohner. Sie entsteht meist durch direkte Gewalteinwirkung, wie in diesem Beispiel durch einen Sturz.

Dorsale Ellenbogenluxation

 

In der Regel handelt es sich um dorsale Luxationen, d. h. der Oberarmknochen (Humerus) weicht nach vorne ab, so dass der eigentliche Ellbogen (Olecranon) nach hinten vorsteht (Pfeil).

 

Die Therapie der Wahl bei geschlossenen Luxationen, also solchen, die ohne Weichteileröffnung einhergehen, besteht in der Reposition unter Narkose.

 

Hierbei wird der gebeugte Arm am Humerus fixiert und der Unterarm unter Durchleuchtung wieder in die korrekte Position gebracht.

 

Ein Röntgenaufnahme nach der Untersuchung dokumentiert den Behandlungserfolg.

 

Die Gelenkluxation kann auch mit Nervenschäden einhergehen, die dann zu Gefühlsstörungen oder Ausfällen der Motorik führen (N. medianus: Sog. Schwurhand, N. ulnaris: Sog. grip weakness oder Krallenhand).

 

 

 

 

Nach der Reposition (Bild zwei) muss die Bandstabilität des Ellbogengelenkes und somit die Tendenz zur Reluxation geprüft werden. Eine Fixation in Beugestellung im Oberarmgips erhält zunächst die Stabilität.

 

 

 

 

 

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