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Medizinwissen – Blut

14. Juni 2022 ist Weltblutspendetag

 

Blut ist unser Lebenselexier. Es ist durch nichts zu ersetzen. Ohne ein ausreichendes Blutvolumen kann der menschliche Organismus nicht arbeiten und überleben. Im Durchschnitt hat jeder gesunde Erwachsene, zwischen fünf und sieben Liter Blut im Körper. Die Menge hängt von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel, wie alt man ist oder welches Geschlecht und Körpergewicht man hat. Auch regelmäßiger Sport kann einen Einfluss auf die Blutmenge haben.

 

 

 

Männer haben dabei prozentual mehr Blut im Körper als Frauen. Das liegt zum einen an dem höheren Muskelanteil im Verhältnis zum Gesamtkörpergewicht, einem anderen Hormonhaushalt und natürlich an der fehlenden Menstruationsblutung.

 

Aufgaben:  Blut…

  • … versorgt den Körper mit Sauerstoff, Nahrung und Energie
  • … entschlackt den Körper
  • … schließt Wunden nach Verletzungen
  • … schützt vor Infektionen
  • … produziert Körperwärme, vor allem durch die arbeitenden Zellen

 

Bestandteile

 

Rund 45 Prozent des Blutes bestehen aus Zellen und Teilchen die in einer Flüssigkeit – dem Plasma fließen. 

 

Das Plasma ist die Blutflüssigkeit. Es enthält Nährstoffe und beeinflusst die Blutgerinnung und Infekt Abwehr. Es kann aber noch viel mehr, so reguliert es etwa unseren Wasser- und Salzhaushalt. Sorgt für die Entwässerung des Gewebes und stellt den Wärmetransport innerhalb des Körpers sicher.

 

Die roten Blutkörperchen, die Erythrozyten transportieren Sauerstoff von der Lunge in das Gewebe und sind für den Abtransport der Abbaustoffe, die in den Zellen entstanden sind zuständig.

 

Die weißen Blutkörperchen, die Leukozyten dienen zur Abwehr von Krankheitserregern und beseitigen abgestorbene Zellen.

 

Die Blutplättchen, auch Thrombozyten genannt, sind lebenswichtig für die Blutgerinnung

 

 

Blutspende

 

Aus einer Blutspende entstehen verschiedene Blutpräparate: Erythrozytenkonzentrate, Thrombozytenpräparate und Blutplasma. Alle drei werden speziell für die Anforderungen der Transfusionsmedizin hergestellt.

 

Zusätzlich wird jede Blutspende genauestens mit der sogenannten PCR-Methode (Polymerase Chain Reaction) auf unterschiedliche Erreger wie HIV1, HBV, HCV, HAV und Parvovirus B19 getestet.

 

Die Herstellung von pharmazeutischen Blutpräparaten erfolgt dabei streng nach den Richtlinien der Hämotherapie. Diese wird in Deutschland von der Bundesärztekammer gemeinsam mit dem Paul-Ehrlich-Institut herausgegeben.

 

Unsere individuelle Blutgruppe wurde uns von unseren Eltern vererbt. Es gibt vier verschiedene Blutgruppen, die unterschiedlich häufig auftreten. Zusätzlich werden sie nach den Rhesusfaktoren unterschieden:

 

  • A Rhesus positiv, ca 40%
  • A Rhesus negativ, ca 7%
  • B Rhesus positiv, ca 7%
  • B Rhesus negativ, ca 1%
  • AB Rhesus positiv, ca 3%
  • AB Rhesus negativ, ca 1%
  • 0 Rhesus positiv, ca 35%
  • 0 Rhesus negativ, ca 6%

 

Nicht jede Blutgruppe ist miteinander verträglich, daher ist es wichtig, bei Bluttransfusionen die Blutgruppe und den jeweiligen Rhesusfaktor des Spenders und des Empfängers auf Verträglichkeit zu überprüfen. Eine Besonderheit sind Spender mit der Blutgruppe 0, sie können allen anderen Blutgruppen spenden.

 

Täglich werden rund 15.000 Blutspenden in Deutschland benötigt.

 

Im Evangelischen Krankenhaus Wesel werden jedes Jahr rund 2.500 Blutpräparate verbraucht.

 

Blut ist für die medizinische Versorgung bei Verletzungen und lebensbedrohlichen Krankheiten besonders wichtig.  Ein Großteil der Operationen, Transplantationen und die Behandlung von Krebspatienten sind nur dank moderner Transfusionsmedizin möglich. Jeder Dritte von uns ist mindestens einmal im Leben auf das Blut anderer angewiesen.

 

  • Statistisch (Quelle: DRK-Blutspendedienste) gesehen wird das meiste Blut - rund 19 Prozent bei der Behandlung von Krebserkrankungen benötigt
  • 16 Prozent bei Herz-Erkrankungen
  • 16 Prozent bei Magen und Darm-Erkrankungen
  • 12 Prozent bei Unfällen und Verletzungen (auf der Straße, Sport, Berufs- und Haushaltsunfällen
  • 6 Prozent bei Leber- und Nierenerkrankungen
  • 5 Prozent bei Blutarmut oder Blutkrankheiten
  • 4 Prozent bei Komplikationen bei Geburten
  • 4 Prozent bei Knochen- und Gelenkkrankheiten
  • 18 Prozent bei weiteren Einsatzgebieten

           

 

 

Unter www.blutspende.jetzt sind alle aktuellen Blutspendetermine zu finden. Einfach PLZ oder Ort eingeben und Spenden gehen.

 

Das gilt das ganze Jahr und nicht nur am heutigen Weltblutspendetag. 

 

 

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